Jules-Verne-Theater - 11 rue des écoles, 83150 Bandol
Mit fast vierzig Jahren stellt sich Bénédicte einige Fragen. Sie lädt ihre Großmutter Régine zum Tee inmitten ihres musikalischen Universums ein, um ihr Leben mit dem ihrer Großmutter in Beziehung zu setzen. Cello, Sessel, Grammophon und Computer bilden einen Kokon mit altmodischem und zugleich modernem Flair, der, so hofft sie, Vertrauensbekundungen ermöglichen soll. Dabei wird jedoch nicht berücksichtigt, wie dick Régines Schutzschilde um ihre Wunden sind. Im Laufe des Gesprächs, durch Fragen und Enthüllungen ihrer Enkelin und den Klang ihres Cellos, tauchen immer wieder Erinnerungsfetzen auf: Régine, eine ebenso clowneske wie herzzerreißende Figur, durchlebt Stationen, die ihr Leben als Frau mit 15, 20 und 30 Jahren geprägt haben. Zwischen den Worten, durch die Musik, die sie stärker verbindet, als sie dachte, entdeckt Bénédicte nach und nach die Frau, die sich hinter dem Épinal-Bild ihrer vernarrten Großmutter verbirgt. Andere Figuren aus ihrer Familie erscheinen, schreckliche oder liebenswerte. Nach und nach offenbaren sich die Widersprüche zwischen ihren Behinderungen und denen ihrer Herkunft, ihren Vorlieben und auch ihren Talenten. Diesem Dialog zwischen den Figuren, Régine und Bénédicte, stehen die Stimmen der Darstellerinnen Mathilde und Véronika gegenüber. Mit Humor, dem Markenzeichen des „i“, einer Inszenierung der Fragen der Autorin, einer Einladung zum Nachdenken und zur Emotion, greifen sie den roten Faden der Erzählung auf und eröffnen Perspektiven. Einer für alle, alle für einen.
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