Aus Bandol bis nach Port D'Alon

Die Var Küste…

Das Klima ist bekannt für den trockenen und warmen Sommer, der Winter ist mild und feucht, Frost gibt es praktisch gar nicht. Die Luft wird selten wärmer als 30 °C, doch die Temperatur der Pflanzen wird gerne nochmals 10 °C wärmer.

Der dominante Wind nennt sich Mistral und er trocknet den Boden aus. Er trägt die Gischt auch an die Küste heran, sodass dort nur die Pflanzen überleben, die in salzhaltigem Boden gedeihen.

Die Küste und der Mensch

Füher wurde der Küstenweg von den Zöllnern benutzt, um den Schmugglern auf die Schliche zu kommen. Seit langem wird dieser Küstenweg von vielen anderen Benutzern geschätzt (Wanderern, Fischern, sonntags von Spaziergängern…).

Das Conservatoire du Littoral (Behörde zum Schutze des Küstenstreifens) sowie der Conseil Général du Var (Rat des Departement Var) haben entlang des Küstenwegs gefährdetes Land aufgekauft (Halbinsel von Capélan, Landspitze Grenier), um die dort vorhandene Natur besser zu schützen und auch teils wieder in stand zu setzen

Sie sind dabei finanziell und/oder verwaltungstechnisch von den Gebietskörperschaften unterstützt worden.

Diese Bereiche sind nun der breiten Öffentlichkeit zugänglich man kann dort herrlich die Fauna und Flora beobachten oder sich wunderbar entspannen und einfach wohlfühlen.  

Bemerkenswerte Natur entlang des Küstenwegs Die Bucht von Bandol Die Küste besteht aus Kieseln und Felsbrocken lokalen Ursprungs, in einer Matrix aus sandigem Tonboden aus dem Oligozän, und auch aus feinsandigen, schönen Stränden.

Der Baum-Schneckenklee wächst über die Böschungen, ein Beweis für das milde Klima. Die Klippe des Château in Bandol Basaltkugeln aus dem Oberpliozän sind sichtbar, sie stammen von Vulkanausbrüchen nördlich von Evenos, aus dem Bereich von Pas de La Masque und La Piosine.

Diese Kugeln haben sich bei der Ankunft des Lavastroms in der Meeresniederung von Bandol gebildet. Die Kalksteinfelsen an dem Strand von Rénecros kennen eine innere, intensive Erosion (Auflösung und Karies durch die Cyanobakterien), die durch die Aktion des Meeres noch unterstützt wird: Schaffung von Becken, die zu Kesseln vergrössert werden.

Diese sind sicherlich früher auch als Fischteiche genutzt worden (“Trou de Madame” heisst einer dieser Kessel, der zu einem rechteckigen Becken ausgebaut worden war und mittels eines Kanals mit dem Meer verbunden wurde).

Aus Bandol bis nach Port d’Alon…

Dieser Wandereg ist kein Rundwanderweg. Im Fremdenverkehrsbüro können Sie den Fahrplan des Busses zwischen Bandol und Les Lecques erhalten, wenn Sie den Wanderweg in der anderen Richtung gehen wollen, um einen Tagesausflug von 8 Stunden zu vermeiden!

 

Denken Sie an gute Wanderschuhe, Sonnenhut, Wasser und Vesperbrote…

 

Aus Bandol bis nach Port d‘Alon > 6.3 km 1 Stunde 50 Minuten

Achtung: Bei schlechten Wetterbedingungen kann dieser Küstenweg gefährlich werden und mitunter werden Teilbereiche geschlossen.

 

Vom Hafen von Bandol bis nach Engraviers > 3.5 km – 1 Stunde

Sie gehen vom Pavillon du Tourisme nach Westen entlang der Hafenpromenade, Sie umrunden das Stadion und überqueren den grossen Parkplatz in Meeresnähe.

 

Auf der rechten Seite sehen Sie nun die Falaise du Château aus Kieselkalk bestehend mit Basaltkugeln, Überreste des Vulkanausbruchs in dem 9 km entfernt gelegenen Evenos. Nach Süden geniessen Sie einen schönen Blick auf die Bendor Insel.

 

An der Küste sehen Sie entlang des Wegs, der zum Strand führt, eine typische Form der Erosion, eine Mischung aus scharfen Felsspitzen und riesigen Kesseln. Einer dieser Kessel ist vom Menschen zu einem rechteckigen Becken erweitert worden: es wird “Le Trou de Madame” genannt.

 

Laut der Legende ist dieses Becken für die oberhalb wohnende Schlossherrin geschaffen worden, damit sie sicher in Meereswasser baden konnte. Es handelt sich wohl eher um einen Fischteich. Sie gehen um die Plage de Rènecros herum bis zur Treppe entlang des ehemaligen Hotels Le Splendid, Sie erreichen nun die Avenue Maréchal Foch, dann die Avenue Albert 1er.

 

Über die Rue du Languedoc gelangen Sie auf den Weg, der entlang der Tennisplätze führt und Sie gehen dabei unter vom Wind gekrümmten Aleppokiefern hindurch. Meeresfenchel und Baum-Schneckenklee gedeihen hier sehr gut. Die Erosion durch Meereswasser ist klar erkennbar.

 

An der Pointe Encanet finden Sie einen schönen Aussichtspunkt mit einer Orientierungstafel und mehreren Bänken. Hier wurde wiederholt versucht, die Erosion durch das Anpflanzen von endemischen Pflanzen (weissfilziges Geisskraut, Wachholder, Bazillenkraut) zu verlangsamen. Sie erreichen die Calanques und die Halbinsel Capélan.

 

Der Weg weitet sich und ist teilweise befahrbar. Sie sehen das beeindruckende Wurzelwerk der Aleppokiefern. Sie durchqueren die Résidence Athéna und schliesslich gehen hinunter zum Strand Les Engraviers hinunter. Bei Punkt A geniessen Sie einen schönen Blick auf die Rousse Insel, eine Reproduktionsstätte von Meeresvögeln, die Calanques von Cassis, die Riou Insel, Calsereigne, Bec de l’Aigle und La Ciotat. An der Grenze zwischen den Gemeinden Bandol und Saint Cyr steht eine Informationstafel.

 

Von Strand Les Engraviers bis nach Port d’Alon > 2.8 km – 50 Minuten

Bei Punkt B: Der Weg führt durch einen schattigen Wald und ist bis auf wenige etwas steilere Stellen leicht begehbar.

 

Eine Pracht sind die vom Wind gepeitschten Aleppokiefern, auch Tanz der Hexen genannt werden. In den lichteren Bereichen des Unterholzes sehen Sie folgende Pflanzen: vielblütige Heide, Pfefferstrauch, Smilax, Kermeseiche, Zistrosen, Wachholder, schmalblättrige Steinlinde…

 

Von der Pointe des Engraviers

Bis zu der Bucht von La Moutte verläuft der Weg entlang des Domaine Dolce de Frégate, einem bekannten Weingut mit einem 18 Loch – Golfplatz (aus Sicherheitsgründen bitte nicht hineingehen). Bei Punkt C haben Sie einen herrlichen Blick auf La Galère mit dem berühmten Felsen, der wie ein U-Boot aussieht.

 

Die Farbe des Wassers wechselt mit der Beschaffenheit des Meeresbodens: Sand, Meergraswiesen oder Felsen.

 

Der Stadtratsbeschluss n° 2001-05-777 verbietet den Zugang zur Bucht von La Moutte und auf La Galère. Vom Punkt D bis nach Port D’Alon (Punkt E) gehen Sie auf einem Pfad. Achtung: Richtungsänderung (Schikane).